Dominik Hölzen 

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Eine längere Autorenbeschreibung: siehe unten.           

Der Mensch hinter dem Buch

 

Mein Name ist Dominik. 1986, in dem Jahr, in dem in Tschernobyl der Reaktorblock 4 explodiert ist, habe ich in Hamburg das Licht der Welt erblickt. Aufgewachsen bin ich in Schleswig-Holstein, in Ahrensburg.

Die größte Leidenschaft meines Lebens ist die Natur.

Im Sommer 2017 sollte die größte Langstreckenwanderung meines Lebens stattfinden: in den kanadischen Rocky Mountains. In einer Region, die mich mit ihrer rauen Unbändigkeit voll und ganz in ihren Bann zog. Eine Wandertour dorthin war deshalb vorprogrammiert. So viel Natur hatte ich in meinem Leben noch nie zuvor erlebt.

Das Buch Im Bann der Rocky Mountains erzählt von meinen Erlebnissen in den kanadischen Bergen. Ungefiltert. Szenisch. So, wie es wirklich geschah. Die ganze Story. Wie es dazu kam – bis zum Ende. Ich habe es nicht wie ein klassisches Reisetagebuch geschrieben oder wie eine Es-war-einmal-Geschichte, sondern als Abenteuerroman mit Dialogen; so, als ob man als Leser mit dabei ist.

In acht Kapiteln, auf 280 Seiten, kommt etwas zum Vorschein, das nicht in diese Zeit passt: Wildheit. Der Zustand unberührter Natur. Doch vielleicht ist dieses Phänomen gerade jetzt wichtiger als jemals zuvor.


Die Vorgeschichte


 ●  Bereits in meiner Kindheit, bei Familienurlauben in den skandinavischen Wäldern, spürte ich die unberührte Natur um mich herum. Etwas, das mir keiner mit Worten erklären kann. Neben den mehrwöchigen Angelurlauben in Schweden und Norwegen schickten mich meine Eltern Mitte der Neunziger zu den Pfadfindern. Jackpot: noch mehr Natur! Und so ging es los: wir schliefen in Zelten oder auch unter freiem Himmel, lasen Spuren, machten Nächte durch, wanderten, fuhren Kanu, schwammen, schnitzten, lernten unsere eigenen Grenzen kennen und achteten auf denjenigen neben uns. Für mich als junger Bursche das pure Abenteuer, besser als jede Drei-Fragezeichen-Folge.
 
 ●  Auch als bei mir kurz vor meinem elften Geburtstag eine chronische Erkrankung festgestellt wurde, die alles - von einem Moment auf den anderen - erschwerte, half mir meine Naturbegeisterung, auf mehrtägigen Gruppenfahrten selbstständig einen Weg zu finden, mit meiner Erkrankung, meinem inneren Freund, klarzukommen.

Finde einen Weg oder erschaffe ihn dir hat vor langer Zeit mal ein weiser Engländer gesagt.

Erste Wanderung = Grenzerfahrung


Zu meinen prägnantesten Erlebnissen aus Pfadfindertagen gehörte die Wanderung in der Wutach-Schlucht. Meine erste richtige Wanderung. An dieser Stelle möchte ich davon möglichst kompakt berichten und die Story niemandem vorenthalten: 

Im Jahr 2002, bei tagelangen starken Regenfällen, war ich im Alter von 15 Jahren Teil einer Gruppe, die auf jener mehrtägigen Wanderung im Schwarzwald in eine lebensbedrohliche Situation gekommen ist: 

Die starken Regengüsse ließen Düngemittel der Felder in die Flüsse fließen. Wir tranken dieses Wasser meistens ungefiltert. Die Folge: ein Teil unserer Gruppe bekam eine Lebesmittelvergiftung. Einer nach dem anderen übergab sich und an einem späten Abend eskalierte die Situation, sodass wir einen Notruf absandten. 

Drei Personen unserer Gruppe waren aufgrund von Nebenerkrankungen stark gefährdet. Zu diesen drei Personen gehörte ich - meine chronische Erkrankung war neben der Vergiftung aufgrund des kontaminierten Wassers gefährlich entgleist - mein innerer Freund war am Boden. Ich zitterte am ganzen Körper, bis ich im Krankenwagen ins Krankenhaus in Baden-Württemberg eingeliefert wurde. Die Wanderung war mit einem Schock beendet. Auch alle anderen, samt unserer Gruppenleiter, wurden in dieser Nacht evakuiert. 

Das Medieninteresse war sehr groß. Von der Evakuierung unserer Gruppe in jener Nacht durch zahlreiche Krankenwagen auf mehrere Krankenhäuser sowie der Bergwacht wurde in einigen Zeitungsartikeln berichtet, sogar im Fernsehen (u.a. im Schleswig-Holstein-Magazin). 


→  Aus dieser Erfahrung heraus wurde mir klar, wie schnell eine Wandertour zu einer Tortur werden kann und das Thema Sicherheit sollte bei zukünftigen Wanderungen einen besonderen Stellenwert für mich haben. 
 
2006 wurde ich Gruppenleiter für zwei Jahre und erstmalig organisierte ich Gruppenfahrten selbst mit. 

Trekkingtouren reloaded


 ●  Nach meiner fünfzehnjährigen Pfadfinderkarriere etablierten sich nun selbstorganisierte Wanderungen mit Freunden - mal zu zweit oder zu dritt - auch mal alleine.

●  Immer weiter aus der eigenen Komfortzone in noch entlegenere Gegenden. Fast meinen gesamten Urlaub investierte ich für die Wanderungen. Für mich die beste Art und Weise, Natur mit allen Sinnen zu erleben.

 ●  Meine Ausrüstung wurde nun nach jeder Wandertour verbessert und auch die Fertigkeiten, weite Strecken zu wandern, wurden verfeinert. Ich wollte immer die neueste, leichteste und allerbeste Wanderausrüstung nutzen. Tausende Euros gab ich dafür aus und auch die immer komplett selbstorganisierten Wanderungen hatten ihren Preis.

 ●  Doch alles, was ich investierte, gab mir die Natur - die Wildnis - zurück, auf eine Weise, die man nicht in Worte fassen kann.
 
 ●  So wurden es über die Jahre immer mehr Wanderungen. 22 Wandertouren bis 2017. Und die Touren wurden besonders eins: länger.

 ●  z. B. die Wanderung auf dem Kungsleden 2004, dem Kerry Way 2006 in Irland, dem Padjelantaleden 2011, dem České Švýcarsko in Tschechien 2012.

●  Im Jahr 2013: der 340 Kilometer lange Südkungsleden in Schweden. Im Sommer 2015 war es der Nordkalottleden mit einer gewanderten Distanz von etwa 500 Kilometern in zwei Ländern. Diese Tour animierte mich, eines Tages noch länger zu wandern. 

 ●  Auch zwei Touren im Sarek Nationalpark in Lappland im Jahr 2014 und 2016 waren die beste Vorbereitung für etwas noch Größeres: 2017 der Great Divide Trail in den kanadischen Rocky Mountains, dem zweitgrößten Gebirge der Welt. 
 


Tschechien